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Die Spiel ‘10 in Essen

Montag, 8. November 2010 | Autor: Timo

Wie bereits in den vergangenen beiden Jahren ging es auch diesen Oktober für 4 Tage nach Essen, um Brettspielneuheiten kennenzulernen und viele bekannte Gesichter wiederzusehen. Im Gegensatz zu 2008, wo es für mich persönlich mit dem BSG Boardgame und Dominion zwei Highlights gab, waren die wirklich überzeugenden Neuheiten in diesem Jahr wie auch schon im Jahr zuvor eher rar gesäht. Ein Blogeintrag für die Spiel ‘09 aufgrund nur ‘netter’ Spiele wie Funkenschlag - Fabrikmamager, Machtspiele oder Vor den Toren von Loyang kam daher auch nicht über die Planungsphase hinaus. Hätte ich in Essen bereits Vasco da Gama gespielt, hätte die Sache vielleicht anders ausgesehen. ;)

Zurück zum Jahrgang 2010: Es gab für mich etliche Spiele mit Potential, aber auch ein paar Enttäuschungen.

VinhosDen stärksten Eindruck hinterliess Vinhos, sofern man dies nach einer Stunde Anspielen überhaupt sagen kann. Leider war das Spiel noch in Produktion, sodass überhaupt nur an den 5 Tischen des Verlages mit Testexemplaren gespielt werden konnte. Vinhos tritt gewissenmassen in die Fußstapfen von Vasco da Gama und legt die Komplexitätslatte noch eine Stufe höher - sehr viele Möglichkeiten im Spiel bei trotzdem überschaubaren und relativ intuitiven Regeln.

Nicht zu Unrecht gewann 7 Wonders die Fairplay ScoutAktion 2010. Spiele für 3-7 Personen mit einfachen Regeln und trotzdem gewissem Anspruch, genügend Interaktion und nur 30 min Spieldauer sind ja eher rar gesäht. Von daher ist 7 Wonders eine positive Überraschung, die sicherlich gern in unserer Spielerunde für zwischendurch auf den Tisch kommen wird, sobald es zu etwas humanerem Preis erhältlich ist.

Bereits am Abend vor Messebeginn konnten wir dank der bei 2F-Spiele aushelfenden Erklärbären in unserer Reisetruppe Fürstenfeld von Friedemann Friese kennenlernen. Bis Sonntag landete Fürstenfeld noch diverse Male auf dem Tisch, nicht zuletzt dank des hohen Wiederspielreizes aufgrund der Zufälligkeit der Karten, die jedes Spiel etwas anders verlaufen lassen.

Marie Cardouat signiert auf ihre Weise Dixit, Spiel des Jahres 2010Einen guten Eindruck hatte ich auch von Das 20. Jahrhundert, dem neuen Spiel von Vladimír Suchý (Sechsstädtebund, Die Werft), einer überzeugenden Mischung aus Plättchenlege- und Versteigerungsspiel, sowie von Navegador, Mac Gerdts’ Neuheit mit Rondel-Mechanismus (Antike, Imperial, Hamburgum).

Eher entäuscht haben aus meiner Sicht Asara (ein relativ willkürliches Bastelspiel), Felinia (Waren sammeln, zu neuen Ufern schippern, was entdecken - bekannte Spielelemente in einem für mich unattraktiven Gewand) und Tikal II (ein ziemlich beliebiges Punktesammelspiel mit gewisser Interaktion, welche jedoch alles andere als interessant ist).

Die Ausgaben hielten sich wie eigentlich jedes Jahr in Grenzen: Mit Vor den Toren von Loyang (25 €) und Bombay (10 €) sind es zwei Spiele aus dem letzten Jahr sowie mit Euphrat & Tigris (25 €) und Agricola (20 €) zwei Klassiker, die ich seit Ewigkeiten schon kaufen wollte. Damit ist zumindest Uwe Rosenbergs Erntetrilogie komplett. :)

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Eine runde Sache - 50. Bildvergleich online

Mittwoch, 18. August 2010 | Autor: Timo

Jedes Hobby fördert wohl spezielle Interessen zu Tage. In meinem Fall entwickelte sich aus der Faszination für Filme und deren Produktion eine gewisse DVD- und später Blu-ray-Sammelleidenschaft. Mit dem Wunsch, bestmögliche Qualität daheim zu genießen, erfolgten auch diverse Neukäufe bereits in der Sammlung befindlicher Filme und somit die Möglichkeit, Screenshotvergleiche von verschiedenen Veröffentlichungen zu erstellen.

Nun ist mit dem Erwerb der BD von “Brokeback Mountain” bereits der 30. DVD vs. Blu-ray Disc Bildvergleich und insgesamt der 50. Vergleich entstanden.

Begonnen hat der Spaß am Screenshot-Erstellen im Oktober 2002 mit dem Kauf der Special Edition von “Einer flog über das Kuckucksnest”, welche ein um Welten besseres Bild als die DVD-Erstauflage und zusätzlich noch gutes Bonusmaterial bot.

Zwischenzeitlich führte die Diskussion um das korrekte Bildformat bei den Veröffentlichungen von “Buffy the Vampire Slayer” bei mir zum Wechsel auf die US-DVDs (Joss Whedon zum Aspect Ratio) und den Versuch, mittels adäquater Bildvergleiche das in diesem Fall falsche Bildformat 16:9 der europäischen Buffy-DVDs zu untermauern.

Zu guter Letzt kam ich nicht umhin, auch dem HD-Medium entsprechenden Tribut zu zollen, habe ich doch nicht zuletzt dank extrem niedriger Preise für Blu-rays bis dato über 20 DVDs durch BDs ersetzt. Der 50. DVD vs. Blu-ray Vergleich wird also nicht allzu lange auf sich warten lassen. ;)

Update vom 28.03.2011
Heute ging mit “Cars” bereits der 60. DVD vs. BD Vergleich online. Zudem bekam diese Seite nun auch eine eigene Domain spendiert. ;)

Update vom 28.10.2011
Zwei Jahre nach dem Umstieg auf High Definition gibt es mit “Psycho” den 100. DVD vs. Blu-ray Disc Bildvergleich. Zum jetzigen Zeitpunkt befinden sich auf hd-compare.de knapp 1.000 einzelne Screenshots, welche ca. 1,5 GB an Platz benötigen.

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Kurosawa Centennial

Dienstag, 23. März 2010 | Autor: Timo

Dem heutigen 100. Geburtstag des vielleicht besten, mit Sicherheit jedoch einflussreichsten Regisseurs, den es je gab, Akira Kurosawa, widme ich diesen kurzen Eintrag.

Ohne ihn und seine wegweisenden Filme wie Rashômon, Ikiru, Yojimbo, Ran oder natürlich Die Sieben Samurai gäbe es auch nicht die Werke von Martin Scorsese oder Sergio Leone, wie wir sie heute kennen. Scorsese meinte beispielsweise schlicht: “Let me say it simply, Kurosawa was my Master.”

Womit ich bei einem weiteren ToDo wäre … Irgendwie weist meine Sammlung von Filmen Kurosawas noch etliche Lücken auf.

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Drei Dinge auf einmal - das geht nun wirklich nicht !?!

Sonntag, 7. März 2010 | Autor: Timo

Nein, dieser Eintrag soll nicht von Spiel, Spaß und Schokolade handeln. Es geht mal wieder um ein Brettspiel. Aber auch um eine Fernsehserie. Und sogar um ein totgesagtes Hobby meinerseits.

Nachdem ich bereits im Oktober 2008 recht angetan von einer ersten Runde mit dem Battlestar Galactica Board Game war, entschied ich mich nach der Spiel ‘09, dann doch zuzuschlagen und Board Game plus Pegasus Expansion zu bestellen. Dumm nur, dass der auserkorene deutsche Händler beides erst Ende Januar liefern konnte. Aber auf die paar Wochen kam es ja nun auch nicht mehr an.

Und um welches Hobby geht es hier nun? Ich hole mal kurz ein wenig aus …

Das jungfräuliche Spielmaterial aus der BoxBereits als Steppke von 10 Jahren kleisterte ich in Massen die damals in der DDR für wenig Geld erhältlichen Plastikmodellbausätze zusammen, vorzugsweise Flugzeuge aller Art. Mein Kinderzimmer glich zeitweise einer Luftfahrtausstellung en miniature. Auch nach der Wende hielt die Begeisterung an und ich sattelte auf Revell-Bausätze um. Irgendwann reichte eine Bemalung per Pinsel ob der betreffenden Flächengröße und der Qualität der Lackierung nicht mehr aus und eine Airbrush-Pistole wurde angeschafft. Und eben dieses Gerät habe ich seit gut und gern 10 Jahren nicht mehr benutzt.

Der Arbeitsplatz nach dem AirbrushingNun bot sich mir also die Möglichkeit, meine Modellbau-Utensilien zu entstauben und den im BSG Board Game enthaltenen Plastikschiffen einen etwas realistischeren Anstrich zu verleihen:

Zunächst wurden die Cylon-Schiffe (Raider, Heavy Raider und Basestars) sowie die Raptors anthrazit, die Viper seidenmatt weiß mittels Spitzpistole grundiert.

Finishing the Colonial FleetAlsdann erfolgte per Drybrushing mit Revells Aluminium- und Eisenfarbe bereits das Finish der Cylon-Modelle. Die Raptors wurden mit seidenmattener Sandfarbe ebenso behandelt. Zu guter Letzt wurden hier Details in grau sowie das rote und grüne Positionslicht hervorgehoben.

Ready to use ;-)Nachdem recht mühevoll die roten Markierungen und grauen Bereiche der Viper freihand aufgetragen wurden, bekamen die Schiffe mittels Washing einen etwas abgenutzteren Look. Selbstverständlich wurde ein Exemplar (Vorsicht, Serien-Spoiler Finale Season 3) nicht dieser Behandlung unterzogen. ;)

Eingeweiht wurden Spiel und bemaltes Material an diesem Wochenende in einer ca. 5-stündigen Spielerunde, in welcher die Menschheit (mal wieder) den Kürzeren zog. Ende gut, gar nichts gut. Roslin und Starbuck bringen der Menschheit den Untergang.Mein persönliches Fazit: Lasse gefälligst den mutmaßlichen Cylon (Laura Roslin war’s) hinter Gittern und buchte als Präsident Tyrol nicht einen unschuldigen Helo ein. Eine Kara Thrace mag zwar jede Menge Raider abschießen und die Menschheit wieder zur Erde führen, trotzdem kann sie ein Cylon sein. Nur auf The Old Man ist selbstverständlich Verlass.

Thema: Brettspiele, TV | 2 Kommentare

Der SpieleWahnsinn 2009 in Herne

Montag, 1. Juni 2009 | Autor: Timo

Die Meisterschaft 2009: Bürger, Baumeister & Co. zog uns nach unten - drei 3. und ein 4. PlatzWie bereits erwähnt, gab es wieder einen guten Grund, die Strapazen einer 7- respektive 5-stündigen Autobahnfahrt in den Westen der Republik auf sich zu nehmen, um die kleine aber feine Spielemesse in Herne erleben zu dürfen und ausgiebig neue Spiele zu testen. In Anbetracht unseres eher durchwachsenen Auftritts bei der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft im Brettspiel als Team Schwarzer Donnerstag widme ich mich jedoch lieber den 3 Tagen Messe. ;)

Der Stand des Hans im Glück Verlags mit den Neuheiten Finca und MaoriIm Vergleich zur Spiel in Essen besteht beim SpieleWahnsinn noch die Möglichkeit, problemlos freie Tische zu finden und sich die Spiele in aller Ruhe erklären zu lassen anstatt sich mitunter mühselig durch die Anleitung zu quälen. Jedoch existieren bei den Verlagsmitarbeitern durchaus Qualitäts-unterschiede. Im Gegensatz zur professionellen Erklärerin bei Queen Games (und wieder jemand aus der BSW) sollte Asmodée seinen Spielebetreuern die Neuheiten auch einmal testspielen lassen. ;)

Die bevorstehende Verkündung der zum Spiel des Jahres nominierten Spiele (mit einhergehender Teilnahme an dem üblichen Tippspiel) lenkte unsere Blicke daher auf einige bisher ungespielte Neuheiten, welche uns in Essen entgingen oder erst später erschienen:

Alea Iacta Est (B. Eisenstein/J. Allers, Alea): Die erste Partie mit diesem taktischem Würfelspiel konnte mich noch nicht restlos begeistern, aber ich gebe dem Kandidaten gern noch weitere Anläufe.

Finca (R. zur Linde/W. Sentker, Hans im Glück Verlag): Ein sehr schön aufgemachtes und auch überzeugendes familienorientiertes Taktikspiel, welches jedoch kaum langfristige Planungen ermöglicht.

Fits (R. Knizia, Ravensburger Spieleverlag): Tetris als Brettspiel. So simpel die Idee ist, so schwierig scheint es bis dato gewesen zu sein, eine überzeugende Brettspielumsetzung zu entwickeln. Nun ist es vollbracht. Die nächste SdJ-Nominierung für Herrn Dr. Knizia.

Die goldene Stadt (M. Schacht, Kosmos): Ein rundum gelungenes Entdecker-Spiel mit einem kleinen, jedoch reizvollen Versteigerungselement.

Hab & Gut (C. Rossi / Winning Moves): Mir zu trockenes Börsenspiel, welches jedoch einen interessanten Mechanismus zur Kursveränderung besitzt.

Islas Canarias (L. Colovini, Clementoni): Ein ordentliches Siedler-Spiel, wobei jedoch die Interaktion mit den Mitspielern gering ausfällt. Die Übersicht leidet ein wenig aufgrund der Planung der Siedlerkarten mit ihrer Prioritätenangabe.

LivingStone (B. Liersch, Schmidt Spiele): Und noch ein kurzweiliges Familienspiel mit sehr ansprechendem Material, welches für mich ein potentieller Spiel-des-Jahres-Kandidat war. Die Jury sah dies jedoch anders.

Maori (G. Burkhardt, Hans im Glück Verlag): Ein erstaunlich simples Anlegespiel, welches durch diverse Spieloptionen für Fortgeschrittene und Profis taktischen Anspruch bekommt und gern wieder von mir gespielt wird.

Montego Bay (M. Feldkötter, Queen Games): Die neuartige Spielidee, seine Figuren zu bewegen (bzw. bewegen zu lassen …), sorgte bei mir zunächst für viel Interesse, die Willkürlichkeit dann aber auch für Ernüchterung. Wenn man sich auf die Gedankenkette “Wenn-du-das-machst-muss-ich-jenes-machen” einläßt und so jeder Spieler verfährt, wäre zwar eine gewisse Planbarkeit gegeben, der Spielfluss würde jedoch merklich leiden.

Snow Tails: Die Tatze hat sich Karsten redlich verdient ;)Snow Tails (G. Lamont/F. Lamont, Asmodée): Endlich mal wieder ein anspruchsvolles Rennspiel (ja, ich bin Ave-Caesar-geschädigt), wobei jedoch die Mitspielerbeeinflussung eher passiven Charakter trägt, jedoch trotzdem Spass bereitet.

Desweiteren landeten auch folgende für mich neue Spiele auf dem Tisch:

Alles Tomate! (R. Knizia, Zoch Verlag): Ein wunderbar simples und flottes Memory-Spiel. Defintiv eine Empfehlung für jede Aufwärmrunde.

Hoppladi Hopplada (M. Kropf, Zoch Verlag): Und wieder ein Vertreter der inzwischen sehr beliebten Zoch-Würfelspiele (Knizias Heckmeck legte wohl den Grundstein). Eine schöne Idee der Mitspielerbeeinflussung ist der Zwang, potienziell viele Punkte dem nachfolgenden Spieler überlassen zu müssen. Ein empfehlenswerter “Absacker” für zwischendurch.

Im Wald da sind die Räuber (M. Sienholz, Krimsus Krimskrams-Kiste): Der Name ist Programm und sorgt für ein durchaus familientaugliches Punktesammelspiel mit vielen Interaktionsmöglichkeiten.

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